Die ersten Mecki-Seiten
waren eine unzusammenhängende Folge von Einzelepisoden, ganzseitig
gezeichnet und in Brauntönen koloriert. Sie erschienen noch
nicht in jeder Woche, sondern meist zweiwöchentlich. Sieht
man von einem winzigen, in die Bildecke des letzten Bildes gesetzten
Mecki einmal ab, so kann man sogar nicht einmal sagen, dass die
erste derart gestaltete Seite in Heft 32 im Jahr 1951 ("Der
Außenseiter") wirklich eine "echte" Mecki-Seite
war. Auch auf der nächsten Seite, die fünf Wochen später
erschien, taucht Mecki noch nicht auf - es ist ein reines Charly-Pinguin-Solo
("Charly Pinguin geht fischen"). Erst in der dritten der
"braunen Seiten", die in Heft 38 desselben Jahres erschien,
tritt Mecki wirklich als die Hauptfigur auf: "Mecki reist astral".
Thematisch bewegte sich der Redaktionsigel während dieser
Zeit zwischen Märchen, Traum und Folklore. So reist er im Traum
in die Steinzeit, besucht den Weihnachtsmann, trifft allerlei Märchenwesen
im Märchenwald, genießt den Karneval und liefert sich
die aufregendsten Gefechte mit Charly, der in dieser Zeit noch als
Quälgeist des Stachelkopfes auftritt. In Heft 23 des Jahres
1952 ziert ein ganzseitiges Bild das Heft, auf dem Meckis Hochzeit
mit Micki dargestellt wird, gefolgt von der Schilderung der "Hochzeitsreise
und Flitterwochen" in Heft 25.
Den ersten Ansatz einer mehrseitigen Geschichte kann man in den
drei aufeinanderfolgenden Seiten 12, 14, und 16 des Jahres 1953
sehen, in denen Mecki den Mond besucht: "Meckis Mondfahrt",
"Meckis wunderliches Osterfest" und "Meckis Abschied
vom Mond".
Die Bilder quellen geradezu über vor kleinen, zeichnerischen
Gags, wie man sie heutzutage in etwa noch vom Kinderbuch-Illustrator
Sven Nordqvist kennt (Petterson und Findus). Man bekam von Reinhold
Escher viel geboten auf einer Seite, auf der der Text noch sehr
comic-nah in die Bilder gesetzt wurde. Jeder Titel war noch individuell
gestaltet, was weitestgehend noch bis in die späten sechziger
Jahre beibehalten wurde, stand aber noch nicht über der Geschichte,
sondern war in die Seite integriert. Erst "Die große
Nummer" sollte diesen Standard etablieren. |