1953/43 - 1954/52
 
       
   

Mit der "Großen Nummer" begann in HörZu 43/1953 die bisher längste und unter Mecki-Fans eine der beliebtesten Fortsetzungsgeschichten überhaupt.

Bis auf die gleichbleibende Titelzeile wurde mit dieser Erzählung das formale Muster für die kommenden Jahre geschaffen: Der Text wurde in einen Extrablock unterhalb des Bildes gesetzt, der Titel stand ab jetzt im Kopf der Seite.

Die Geschichte beginnt mit einem deprimierten Charly Pinguin, den seine Ungeschicklichkeit, sich das Leben auszuhauchen, in den Zirkus Bombasto führt, wo er als Kunstschütze auftreten soll. Bald gesellen sich Mecki und seine Freunde hinzu und bereisen mit dem Zirkus und Direktor Janos Spinatelli die ganze Welt: die Sahara, Afrika, der Nordpol und Amerika werden in dieser Zeit besucht und man macht die Bekanntschaft mit dem Erfinder Kopernikus Krempe, dem Sponsor des Zirkus P. P. Poppe, der Maus Karolus Piep, Seeräubern, Falschmünzern, Nixen und Dinosauriern.

In Heft 2/1954 tritt schließlich eine Figur in den Mecki-Kosmos, die seitdem aus der Familie nicht mehr wegzudenken ist: der müde Schrat!

Mit einem Besuch bei den Sioux endet das Abenteuer und Mecki kehrt heim.

       
 
       
     
Charly zu Beginn des Abenteuers in typischer Chaplin-Pose!
       
 
     
   
Charlys Glück scheint sich in Heft 44/1953 zu wenden, als er vom Zirkusdirektor Spinatelli engagiert wird. Man beachte die zufällige Ähnlichkeit der Figur im Hintergrund mit dem Fliegenpeter aus dem ersten Mecki-Buch aus der Feder von Reinhold Escher.
       
                       
 
                       
   

Pechvogel Charly scheint sein Glück nicht gelingen zu wollen (47/1953). Die düstere Gemütslage des erfolglosen Pinguins spiegelt sich in der dunklen Untermalung des Textbereiches wider - ein Stilmittel, das nach dieser Geschichte kaum noch Anwendung fand.

                       
       
                       
       
Aber schon in Heft 49/1953 hat Charly in Hugo einen Leidensgenossen gefunden, der ihn im weiteren Verlauf der Geschichte begleiten wird.
                       
   
 
                       
           
Die Fußball-Weltmeisterschaft 1954 wirft bereits Ende 1953 in HörZu 52 ihre Schatten voraus. Im WM-Jahr folgt dann ein groß angelegtes Match im Zirkus - Anlass für eine Reihe von Slapstick-Darstellungen, die Reinhold Escher in der "Großen Nummer" immer wieder einbaut. Diese Seiten wirken wie Theater-Inszenierungen, die Eschers Meisterschaft in der Zeichnung grafischer Kapriolen offensichtlich machen.
                       
 
                       
 
Ein großer Augenblick für die Mecki-Familie und die deutsche Comic-Geschichte: In HörZu Nr. 2 im Jahr 1954 taucht der damals noch gar nicht so müde Schrat zum ersten Mal auf. Wie Charly spielt auch er zunächst die Rolle des Plagegeistes, bevor er neben Charly und Mecki zu den beliebtesten Figuren der Serie avancieren sollte.
 
                       
       
                       
     
Und damit war es um den Schrat geschehen: Sollte er zunächst nur als Attraktion für Zirkus Bombasto dienen, so funktionierte sein Zusammenspiel mit Charly und Mecki dort so gut, dass er fortan festes Mitglied der Mecki-Familie blieb. Seinen markanten Schlafanzug sollte er erst später bekommen, in Heft 36/1954.
 
                       
               
Letztes Update: 9. August 2009