Mecki-Episoden
1955/01 - 1956/01
 
         
       

Nach der Großen Nummer schien es 1955 so, als wollte man das Konzept der Fortsetzungs-Geschichte nicht weiter verfolgen. Das ganze Jahr über erlebte Mecki einseitige Abenteuer, in denen Reinhold Escher seine Technik weiter verfeinerte: Anders als zuvor bekam jetzt jede Seite ihre eigene, individuell gestaltete Titelzeile - in der Regel in geschwungenem Schriftzug.

Die Episoden enthalten die bereits in der Großen Nummer verwendeten Zutaten: Reisen in die Ferne, burleske Slapstick-Einlagen, Detail-Gags, märchenhafte und spannende Elemente und ab HörZu 1955/09 auch wieder den Schrat, von dem man sich auf dem letzten Bild der Großen Nummer eigentlich verabschiedet hatte.

1955 sollte der letzte Jahrgang der "braunen Seiten" sein, die übrigens nur im Duoton gedruckt wurden. Die Originale waren in Farbe.

             
         
 
   
           
         

"Mecki und Finchen marschieren fünfzigtausend Jahre zurück. Sie wollen was erleben." (1955/01)

So einfach löste Reinhold Escher das Problem der Zeitreise für Mecki, um ihn in die Zeit der ersten Menschen zurück zu versetzen, wo er sich als Kinderfreund engagiert.

           
   
 
           
       
In der HörZu Nummer 9 von 1955 kehrt der Schrat zurück, um Mecki bei der Entdeckung einer Mumie zu begleiten - jetzt schon im "klassischen" Schlafanzug. Die Grabkammer ist ein gutes Beispiel für Reinhold Eschers Liebe zum Detail!
 
                 
           
 
                 
       
In den frühen Jahren der Mecki-Serie ging es zuweilen noch recht rustikal zur Sache, wie hier in HörZu 30/1955. Diese Auseinandersetzungen erinnern stark an ähnliche Szenen zwischen Donald Duck und seinem Onkel Dagobert.
                 
     
 
                 
       
Die Einzelepisoden des Jahres 1955 hatten für Mecki keine Grenzen: Zeit und Raum spielten keine Rolle, wenn es darum ging, ein Ambiente für eine humorvolle Geschichte zu finden. Hier in der Folge aus HörZu 42 verschlägt es den Redaktionsigel beispielsweise auf die Venus.
                 
 
 
                 
         
Wie Regine Mosimann, die Tochter von Reinhold Escher, auf der im Januar 2010 neu eingerichteten und sehr empfehlenswerten Reinhold-Escher-Homepage verrät, wurden die Mecki-Seiten bereits seit Folge 25 im Jahr 1955 vom Künstler vollständig koloriert. In der HörZu erschienen sie trotzdem noch bis ins Jahr 1956 im bekannten Sepia-Druck. Auf der Escher-Homepage sind noch viele weitere Farboriginale von in der HörZu nur in Brauntönen gedruckten Seiten zu sehen.

Oben ist ein Bildbeispiel der Seite 30/1955 im Vergleich dargestellt.

Man darf sich auf die Esslinger-Ausgaben von 1955 bis 1957 freuen, wo - soweit noch vorhanden - auf die farbigen Originale zurückgegriffen werden soll.

 
                 
             
Letztes Update: 24. Januar 2010