1956/02 - 1956/07
 
     
   

In der HörZu Nr. 2 von 1956 beginnt eine kleine, aber feine Geschichte, die in der Dunkelheit des Winters spielt und sich zum Mini-Krimi entwickelt.

Der Fliegenpeter aus dem Schlaraffenland besucht Mecki, um ihm ein Geschenk des Schlaraffenkönigs Plum zu überbringen: ein Paket mit Leckereien aus Schlaraffia. Während der unausweichlichen Streiterei zwischen den alten Widersachern Fliegenpeter und Charly Pinguin verschwindet der bekannte Hut des Fliegenpeters und es beginnt die abenteuerliche Suche.

Mecki und Charly fahnden nach dem guten Stück in Nick-Knatterton-Manier, was durch die skurrilen Namen der Beteiligten noch unterstrichen wird: Über den Spediteur R. Rollmeier und die Eule Eulalia führt die Spur über Wurstmaxe Bobby zu dessen Braut Schima Panse. Letztendlich entpuppt sich überraschenderweise der gute Schrat als Hutdieb und zusammen mit dem Wurstverkäufer Bobby, der ihm wiederum einige Schlafanzüge entwendet hatte, wird er zur Strafe zum Schneeschippen verurteilt.

In dieser Geschichte fällt außerdem noch die an die "Große Nummer" angelehnte Titelleiste auf, die jetzt schon fast der später so beliebten Form entspricht: Dem gezeichneten Titel der Geschichte, der hübsche, grafische Details enthält, wird in Druckschrift der Titel der Folge oder des "Aktes" untergestellt.

     
     
 
 
     
   
Gruppenbild mit Hut: Besonders wenn man die Auflösung der Geschichte kennt, weiß man die Komposition mit dem etwas im Abseits stehenden Schrat hier zu Beginn des Krimis zu würdigen.
 
     
   
       
     
Selbst aus Situationen, die eigentlich keine besonderen Gags erwarten lassen, weiß Reinhold Escher noch ein humorvolles Highlight zu machen: Das hätte der panische Pinguin doch auch etwas einfacher haben können...
 
             
       
             
     
Das Ende der ersten Folge dieses kleinen Kriminalstücks ist ein geradezu klassischer Krimiabschluss, wie man ihn in den fünfziger Jahren liebte: Eine scheinbar unerklärliche Situation, eine Reihe von mutmaßlichen Tätern und eine dunkel-düstere Atmosphäre, der Reinhold Escher aber durch den drollig vor der Kälte geschützten Spatzen ein komisches Glanzlicht verleiht.
             
         
Letztes Update: 3. Oktober 2009