1956/33 - 1956/36
 
       
 

Diese Kurzgeschichte ist eigentlich nur ein Verbindungsglied zwischen der vorhergehenden und der darauf folgenden - vier Seiten, in denen der gerade wiedergefundene Redaktionsigel seine Pfiffigkeit unter Beweis stellt.

Nachdem sich herausstellt, dass die von Mecki zuvor gefundenen Schätze wertlos sind, findet die Mecki-Bruderschaft Anstellung im Kurhotel in Protzenhall. Es dauert natürlich nicht lange, bis Charly, der Schrat und Pinko herausgeworfen werden.

Mecki löst das Problem, indem er mit zwei wettfreudigen Hotelgästen eine Wette abschließt und in zwei Ländern zugleich reist. Er gewinnt 20.000DM.

Auch die letzte offene Rechnung wird beglichen:Die Schmuggler aus Folge 32/1956 werden überlistet und dazu gebracht, den Freunden das ihnen gestohlene Geld zurückzugeben.

Es wimmelt vor Namens-Verballhornungen, die vor nichts und niemandem halt machen: die Polizisten Doofer und Doofernoch, die Grenzjäger Knallhorn und Ballhorn, der Notar Juris Kümmelspalter, der Reisende Mr. Tippeltripp, der schwarze Schmuggler Banano Schokobimbo und die Kuh Mimi Molka sind beredte Beispiele.

 
       
   
   
Ein durchgängiges Element in Reinhold Eschers Mecki-Geschichten ist die Karikatur. Hier wird die "vornehme Welt" der fünfziger Jahre vorgeführt: Vom aristokratischen Stehkragen über den Kugelbauch und das verwöhnte Neureichen-Püppchen werden einige Typen der Wirtschaftswunderzeit entlarvend überpitzt dargestellt (33/1956).
   
     
   

Ein weiterer "Dauerbrenner" im Werk Eschers ist die Karikatur von uniformierten Personen und Verhaltensweisen, was bis in die Parodie von Namen und Titeln hineinwirkt. In der Regel scheint es so, als ob der Künstler Polizisten und Soldaten nicht gerade ernst nahm. Neben den drei Polizisten sind im obigen Bild aus Folge 33/1956 noch fünf weitere Geheimpolizisten oder Spione versteckt. Man spürt, dass hier mit Spaß am Detail gearbeitet wurde.

   
     
 
 
       
In der überzogenen Darstellung wird auch das Klischee als Stilmittel der Parodie nicht ausgelassen. So verfällt der schwarze Schmuggler Schokobimbo der "Macht der Trommel" in Folge 36/1956. Der Begriff "Neger" wurde in den fünfziger Jahren übrigens noch nicht wie heute oft üblich mit dem amerikanischen "Nigger" gleichgesetzt und hatte deshalb noch nicht den eindeutig abwertenden Charakter. Der Name belegt einmal mehr die oben erwähnte Tendenz zum Wortspiel bei der Namensgebung.
 
             
       
             
   
Die Mecki-Seiten von 1956 strotzen vor grafischen Details und komischen Einfällen Reinhold Eschers. Auch die Texte dieser Zeit sind voller sprachlicher Kapriolen und Wortwitz. Die Serie befand sich hier auf einem ihrer Höhepunkte.
             
         
Letztes Update: 14. Januar 2010