Das Jahr 1957 beginnt mit
einem Höhepunkt der gesamten Mecki-Reihe: Kokolastro tritt
auf - ein Bösewicht, der Mecki im Laufe der Jahre immer wieder
heimsuchen soll.
Als (natürlich) Charly Pinguin dem auf einem Jahrmarkt auftretenden
Magier "Fauler Zauber!" zuruft, schlägt der Beleidigte
zurück: Mecki, Charly und der Schrat werden in Federvieh verwandelt
und in eine riesige Flasche gesperrt, in der sie Kokolastro entführt.
Sie geraten in einen Sturm und stranden an einer unbekannten Küste
Südamerikas, wo sie mit Hilfe des "Zauberwedels"
wieder entzaubert werden, Kokolastro ist zunächst verschwunden.
Aus Furcht vor dem wütenden Zauberer fliehen sie, müssen
ihm aber schließlich sogar seinen Zauberwedel zurückgeben,
als er sie als Gegenleistung aus einer ausweglosen Lage befreit.
Ihre Wege trennen sich. Auf einem scheinbar wertlosen Grundstück
finden die Freunde Öl und werden reich. Charly und der Schrat
bleiben in Südamerika und genießen den Reichtum, Mecki
kehrt zu Micki zurück: Bahn frei für das Dream-Team Charly
und Schrat! Kokolastro hat mittlerweile Verstärkung durch einen
Harpyenadler erhalten und unternimmt immer wieder Attacken gegen
die Freunde, um sie aus dem Dschungel. den er beherrscht, zu vertreiben.
Als Charly nach einem solchen Angriff im Urwald notlanden muss,
erhält der Schrat bei der Suche nach ihm Unterstützung
von Bux und Billa, den Töchtern eines Oberst. Die Spur führt
zu den Uruguru-Indianern. Sie erreichen deren Dorf, Charly ist aber
anscheinend nicht dort.
Mecki erfährt von Charlys Verschwinden und bricht ebenfalls,
begleitet von einer Biberkolonne unter der Leitung des Kolonnenführers
Wawranek, zu einer Suchexpedition auf. Sein Versuch scheitert und
Mecki beschließt, sich als Kokolastro zu verkleiden, um als
Herrscher des Urwalds unbehelligt weiterzukommen. Daraufhin nehmen
ihn aber irrtümlich die Urugurus gefangen, die mit Kokolastro
verfeindet sind. Der Irrtum wird aufgedeckt und Mecki erfährt,
dass Kokolastro seinen Zauberwedel jährlich in eine Quelle
tauchen muss, um dessen Kraft zu erneuern. In diese Quelle muss
wiederum zuvor ein Stein gelegt werden, den der Adler für Kokolastro
von einem Zauberberg holt.
In einem Maya-Tempel kommt es zum großen Finale: Der noch
immer verkleidete Mecki gibt vor, Kokolastros Zauberlehrling werden
zu wollen, entwendet diesem aber statt dessen mit Hilfe des mittlerweile
wieder aufgetauchten Charly den Zauberwedel. Die Urugurus nehmen
den Magier gefangen, Mecki entzaubert den ebenfalls gefangenen Harpyenadler,
der sich als Kokolastros Bruder entpuppt. Ein Blitz aus heiterem
Himmel, begleitet von einem unheimlichen Gelächter, läßt
dieüblen Brüder im Nichts verschwinden und aus dem Zauberwedel
wird Knolle, das Wurzelmännchen.
Während Mecki wegen seines neuen Buches nach Afrika fliegen
muss und er nach diesem Ausflug ebenso wie Charly nach Hause zurückkehrt,
bleibt der Schrat in Südamerika und bricht nach Lima auf. In
seiner Obhut befinden sich mehrere Beutel voller Gold, die die Freunde
als Dank für die Gefangennahme des Zauberers bekommen hatten.
Die Geschichte um den Zauberer Kokolastro ist voller Spannung,
Exotik und überraschender Wendungen. Die Zeichnungen von Reinhold
Escher sind gewohnt begeisternd, die Texte aber nicht mehr ganz
so verspielt wie noch im Vorjahr, was allerdings der Spannung sehr
zugute kommt. Beginnt die Geschichte noch ganz in Brauntönen
und mit einer Titelleiste in Druckschrift, so ändert sich das
im Laufe des Jahres und die Titel werden individuell, der Farbdruck
wird zur Regel. Neben der "Großen Nummer" gilt dieses
Abenteuer unter Fans noch immer als Sternstunde der Serie - wobei
diese Stunde ein ganze Jahr andauerte.
|