Schallplatten
Bei Intercord erschienen - soweit mir bis heute bekannt - 1973 und 1974 zwei Schallplatten mit Hörspielfassungen der Mumingeschichten. Bekannte Schauspieler wie Harald Leipnitz (als Erzähler) und Klaus Löwitsch (als Mumrik) wirkten als Sprecher mit.
1980 erschienen bei Ariola, neben den Cassetten-Versionen, auch drei Schallplatten zur polnischen Trickserie, die damals im ZDF gesendet wurde.
Leider fehlt hier die Abbildung des Covers.
Mumins auf CD

Im Frühjahr 2003 erschien im HörVerlag die erste Mumin-CD, auf der das erste der Muminbücher, "Mumins lange Reise" in der kompletten Textfassung aus der deutschen Erstausgabe von 1992 vorgelesen wird.

Niemand anderes als die bekannte Schauspielerin Barbara Auer trägt hier die Geschichte von Tove Jansson mit erfrischender Leichtigkeit vor und es ist das erste Mal, dass auf einem Tonträger eine Frau die Abenteuer der Muminfamilie erzählt.

Fans von Harry Potter werden ein wenig verwirrt sein, wenn sie die CD zum ersten Mal hören und mit dem bekannten Intro der Lesungen der Potter-Bücher begrüßt werden. Auch das Layout der CD überrascht, denn für das Cover das nicht gerade trendige Titelbild der finnischen Originalausgabe zu wählen beweist, dass es dem Hörverlag wichtig war, das ursprüngliche Flair der Geschichte auch äußerlich beizubehalten.

Auch die Informationen des Inlays sind für "Einsteiger" in die Muminsaga gut aufbereitet und vermitteln Wissenswertes über die Autorin, die Mumins und die Vorleserin.

Fazit: Dem Hörverlag ist es mit der ersten Mumin-CD gelungen, ein Kleinod der Kinderliteratur in einer vorbildlichen Edition zu präsentieren.

Es hat nicht lange gedauert, bis der Hörverlag die nächste Muminerzählung im Spätsommer 2003 auf den Markt brachte, den "Komet im Mumintal". Auch hier verleiht Barbara Auer der Geschichte ihren eigenen Charakter.

Es macht Spaß, ihrer Lesung zuzuhören und den Nicht-Mumin-Experten wird es wenig stören, dass "das kleine Tier" aus der ersten Geschichte und Sniff in der zweiten - dieselbe Figur also - nicht mit derselben Stimme wiedergegeben werden. Auch überrascht es ein wenig, das ausgerechnet der vielgereiste, Pfeife rauchende, betulich-weise und doch wohl männliche Schnupferich von der Vorleserin mit einer hoch quäkenden, piepsigen Stimmlage wiedergegeben wird.

Von diesen kleinen Ungereimtheiten abgesehen ist es dennoch sehr erfreulich, dass der Hörverlag mit dem "Kometen" den Schritt gewagt hat, die Mumingeschichten fortzuführen und man kann sich bereits auf die dritte Ausgabe freuen.